Stadt Lauda-Königshofen: Erfolgreicher Umstieg auf die KIVBF-Lösung dvv.webGIS
Die Stadt Lauda-Königshofen im Main-Tauber-Kreis (ca. 15.000 Einwohner) setzt seit Juli 2012 das Geo-Informationssystem dvv.webGIS der KIVBF ein. Wir sprachen mit Jürgen Segeritz, dem IT-Verantwortlichen der Stadtverwaltung, über die Erfahrungen und den Nutzen des Umstiegs.
F.: Herr Segeritz, wie war die Ausgangslage vor dem Umstieg?
A.: Bevor wir uns für die Lösung der KIVBF entschieden, hatten wir ein Geo-Informations-System (GIS) bei uns zunächst nur im Bauamt und vereinzelt in der restlichen Verwaltung im Einsatz. Dieses war ein Client-/Serversystem mit zusätzlichem WEBGIS. Die installierte Clientversion wurde von etwa 10 Mitarbeitern für die allgemeine Geoinformation und für Themen wie Beleuchtungskataster, Streupläne, Verkehrszeichenpläne und Umweltdaten genutzt. Eine abgespeckte WEBGIS-Version stand uns nur für Auskünfte zur Verfügung. Unsere Kommune benötigt ihre Informationen in einer feinen, genauen Gliederung und möchte das GIS für ämterübergreifende Aufgaben in allen Bereichen einsetzen. Das vorhandene System war zu sehr auf die Umweltbelange zugeschnitten und bot zu wenige Querschnittsfunktionen. Es war deshalb für unsere Zwecke nicht mehr geeignet.
F.: Warum haben Sie sich für die Lösung der KIVBF entschieden?
A.: Wir haben uns auf dem Markt nach einem solchen „Querschnitts-GIS“ umgesehen und uns bei Städten und Gemeinden informiert. Dabei haben wir festgestellt, dass die Lösung der KIVBF für alle Fachbereiche einer Kommune, auch für die sog. „verwaltenden“ Ämter, bestens geeignet ist. Dabei bietet dvv.webGIS ein gutes Preis-/Leistungs-Verhältnis, insbesondere mit Blick auf die laufenden Kosten, und kann über geeignete Schnittstellen Daten aus anderen Fachlösungen der KIVBF integrieren. Zusätzlich überzeugten uns die Qualität der Schulungsunterlagen und Handbücher sowie die gute Leistungsfähigkeit und Verfügbarkeit der Lösung
F.: Welche Module setzen Sie ein?
A.: Aufbauend auf das Basispaket von dvv.webGIS mit Grafikmodul setzen wir das Liegenschaftsmodul (automatisiertes Liegenschaftsbuch) ein. Eine Kopplung mit dem Einwohnerwesen ermöglicht z.B. Auswertungen zur Altersstruktur der Einwohner, und das Beleuchtungskataster gibt u.a. Auskunft über die Standorte von Leuchten eines bestimmten Typs. Auch haben wir einige Kleinkataster im Einsatz, die wir mit eigenen Daten gefüllt haben (Streuplan, Verkehrszeichen, freie Bauplätze etc.).
F.: In welchen Ämtern wird die Lösung eingesetzt? Von wie vielen Mitarbeitern?
A.: Unsere Verwaltung hat insgesamt 60 Mitarbeiter, etwa 40 Personen haben Zugriff auf dvv.webGIS. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig, z.B. im Bau-, Liegenschafts- und Ordnungsamt sowie im Bürgerbüro (digitale Baublockkarte), außerdem im Schulamt und im Bauhof. Gern nutzen wir die Lösung auch für die gesplittete Abwassergebühr zur Ermittlung der versiegelten Flächen. Unsere Stabsstellen nutzen dvv.webGIS für das Ausweisen von Wanderwegen oder für die Erstellung von Wanderkarten.
F.: Wie war die Vorgehensweise bei der Einführung und Datenübernahme?
A.: Die Übernahme der Daten aus dem bisherigen System wurde mit den Mitarbeitern aus dem GIS-Team der KIVBF gemeinsam gelöst. Die IT-Abteilung unseres Hauses hat in enger Zusammenarbeit mit dem Stadtbauamt die Bestandsdaten gesammelt. Es wurden auch aktuelle Daten hinzugekauft. Umweltdaten konnten über das Landratsamt bezogen werden. Die gesammelten Daten haben wir der KIVBF zur Einspielung zur Verfügung gestellt. Der Roll-out von dvv.webGIS erfolgte zunächst nur für die Mitglieder unserer Projektgruppe. Nach einer vierwöchigen Testphase wurde dvv.webGIS im Juli 2012 für die gesamte Verwaltung produktiv gesetzt. Das bisherige System wurde noch für eine kurze Zeit parallel weiter betrieben und nach Durchführung von weiteren, internen Schulungen für alle Anwender schließlich abgeschaltet.
F.: Wie zufrieden sind Sie heute mit dem System?
A.: Unsere Stadtverwaltung hat die neue Version „dvv.webGIS 2012“ als erste Kommune produktiv im Einsatz. Grundsätzlich sind wir mit der Lösung sehr zufrieden. Sie wird in unserer Verwaltung sehr gut angenommen. Von Anfang an konnten wir außergewöhnlich hohe Zugriffszahlen verzeichnen. Der Anwendersupport läuft gut. Auch die Leistungsfähigkeit ist sehr gut: Bei Datenabrufen gibt es so gut wie keine Wartezeiten, und auch die Verfügbarkeit des Verfahrens ist hervorragend.
F.: Welchen Nutzen bietet Ihnen dvv.webGIS im Vergleich zu Ihrem bisherigen System?
A.: Mit dvv.webGIS haben wir eine komplett browserbasierte Lösung im Einsatz. Das Hosting erfolgt bei der KIVBF. Das heißt, wir sparen uns unsere Server und die Lizenzkosten für Betriebssystem, Datenbank und Programm. Dennoch können wir mit der neuen Lösung dvv.webGIS viele Dinge tun, die unsere bisherige Webversion nicht konnte, z.B. Daten erfassen, speichern, zeichnen, konstruieren, bemaßen und beschriften. Insgesamt eine sehr positive Bilanz.
F.: Wie waren Ihre Erfahrungen bei der Einführung?
A.: Gut waren die Beratung und die Klärung offener Fragen im Vorfeld. Alle Ansprechpartner der KIVBF waren sehr kooperativ. Der Starttermin war richtig geplant und konnte auch pünktlich eingehalten werden. Gut gefallen haben uns auch die zeitnahe Schulung zum Starttermin sowie die fehlerfreie Bereitstellung der Lösung zur verwaltungsweiten Einführung. Die Lösung dvv.webGIS läuft bis jetzt fehlerfrei.
F.: Welche Schritte haben Sie als Nächstes geplant?
A.: Bereits beauftragt haben wir die Erstellung der digitalen Baublockkarte für unser Bürgerbüro. Mit dieser Karte werden wir zusätzliche einwohnerbezogene Auswertungen machen, z.B. für die Neueinteilung von Wahlbezirken. Ein großes Anliegen ist uns die Anbindung weiterer Fachverfahren, z.B. das Friedhofswesen mit einer digitalen Erfassung der Gräber. Insgesamt streben wir an, möglichst viele Lösungen aus einer Hand zu erhalten. Die Vernetzung der Fachverfahren wird meiner Einschätzung nach zunehmen. Zum Beispiel könnte man auch über die Homepage – die wir seit Kurzem ebenfalls über die KIVBF beziehen – eine Schnittstelle zu GIS einrichten, um auch dem Bürger geografische Informationen via Internet zur Verfügung zu stellen.
F.: Welche Empfehlungen würden Sie anderen Kommunen, die den Einsatz von dvv.webGIS planen, geben?
A.: Kommunen, die den Einsatz der Lösung dvv.webGIS planen, sollten zuvor prüfen, ob diese Lösung mit den bei ihnen bereits vorhandenen Verfahren kompatibel (schnittstellenfähig) ist. Sinnvoll ist, sich die Lösung im Vorfeld bei anderen Kommunen im Echtbetrieb anzusehen. Bei individuellen Wünschen sollte man frühzeitig die KIVBF kontaktieren und Lösungsmöglichkeiten erfragen. Es ist nicht zielführend, schon von vornherein zu denken, die KIVBF könne das sowieso nicht. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die GIS-Fachleute der KIVBF mit großer Kompetenz auf unsere Vorstellungen eingegangen sind.
Interviewfragen: Michael Döring, Gabriele Kolodzeike (KIVBF)



