KIVBF Verbandsversammlung

Die 329 Mitglieder der Kommunalen Informationsverarbeitung Baden-Franken (KIVBF) freuten sich über gute Nachrichten:

Die Umlage, die bei der Gründung der KIVBF 2003 bei rund sechs Millionen Euro lag, wird 2013 komplett entfallen. Diese Botschaft verkündete am Donnerstag, 15. Dezember 2011 bei der 10. Verbandsversammlung im Karlsruher Kongresszentrum der Verbandsvorsitzende Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach (Stadt Heilbronn).

Die wichtigsten Informationen und Beschlüsse im Überblick

  • Bericht des Verbandsvorsitzenden und der Geschäftsführung
  • Aktuelles im Finanzwesen
  • Jahresabschluss 2010
  • Wirtschaftsplan 2012
  • Aufnahme der Stadt Mühlacker als Verbandsmitglied zum 1. Januar 2012
  • Mitgliedergewinnung in der Region SÜD
Von links nach rechts: Regionalgeschäftsführer Helmut Schöpflin, stv. Verbandsvorsitzender Landrat Frank Hämmerle (Stadt Konstanz), Verbandsvorsitzender Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach (Stadt Heilbronn), Hauptgeschäftsführer William Schmitt, stv. Verbandsvorsitzender Oberbürgermeister Heinz Fenrich (Stadt Karlsruhe), Regionalgeschäftsführer Helmut Meyer

Bericht des Verbandsvorsitzenden

Von einem kleinen Jubiläum – 10 Jahre Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken – wusste OB Himmelsbach zu berichten. Durchaus könne man auf das in den letzten 10 Jahren Erreichte stolz sein:

  • KIVBF hat sich zu Deutschlands größtem kommunalen IT-Dienstleister entwickelt
  • die mit der Gründung der KIVBF beabsichtigten Ziele sind erreicht und teilweise übertroffen
  • die Betriebskostenumlage wird ab 2013 nicht mehr erhoben
  • KIVBF ist ein Preisträger des Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen von „Trusted-Cloud“

Mit einem Dank an alle Mitglieder und Angehörige des Verbandes schloss er seinen Vortrag.

Bericht des Geschäftsführers

Die Veränderungen in den Kommunalverwaltungen erfordern ganzheitliche IT-basierte Konzepte, lauteten die einführenden Worte von Hauptgeschäftsführer William Schmitt.

In den Jahren 2008 bis 2012 konnte KIVBF trotz Preiserhöhungen bei seinen Lieferanten eine Entlastung von rund 12 Mio. € realisieren. Damit lag man deutlich über dem von KPMG prognostizierten Wert. Dass dies im einen oder anderen Fall zu Lasten der Servicequalität ging, räumte Herr Schmitt ein. Dies habe man aber erkannt und steuere aktuell dagegen. Ein Raunen ging durch die Zuhörer, als die Anzahl der Tickets, die im Laufe eine Monats bei KIVBF eingehen, genannt wurde: Durchschnittlich etwa 7100 Support-Anfragen von Kunden je Monat, von denen am Monatsende nur 9% offen bleiben, lauteten die Leistungskennzahlen.

Um dem Wettbewerb auch künftig Stand zu halten, wird KIVBF vom klassischen Zweckverband zu einem kommunalen Wirtschaftsunternehmen umgebaut, betonte Geschäftsführer Schmitt. Dies werde unter anderem dadurch deutlich, dass man die Lösung Personalmanagement mit dem Rechenzentrum Reutlingen-Ulm (KIRU) zusammenführen werde, um bei den Service-Centern die Erreichbarkeit und die Bearbeitungsdauer von Kundenanfragen weiter zu verbessern.

Aktuelles im Finanzwesen

Kameralistik oder Kommunale Doppik? => Das Wahlrecht für Kommunen.
Geschäftsbereichsleiter Fred Steinhilber erläuterte die Strategie der KIVBF. Seit Mitte 2010 arbeitet KIVBF an einem kommunalen Doppik-Angebot für kleinere und mittlere Kommunen. Die Testphase lief erfolgreich in der Gemeinde Oedheim. Herr Steinhilber zitierte Bürgermeister Ulrich Ruoff wie folgt: „Ich bin sehr angetan, da keinerlei Probleme auftraten. In der Schule würde man für diese Lösung die Note 1-2 erhalten.“ KIVBF – so Geschäftsbereichsleiter Steinhilber – habe großen Wert auf die Bedienerfreundlichkeit der neuen Lösung
Kommunalmaster-SMART gelegt. In 2012 sollte diese Lösung gemeinsam mit kleineren und mittleren Kommunen verbessert werden. Herr Steinhilber zitierte Bürgermeister Ludwig aus Seckach, der den eingeschlagenen Weg sehr positiv sehe, aber das gemeinsame Ziel sei nur zu erreichen, wenn alle aktiv mitarbeiten.

Wirtschaftsplan und Jahresabschluss

Mit einem Etat von 80,5 Millionen Euro geht der Zweckverband in das Jahr 2012. Die Gesamtumlage pro Einwohner beträgt 29 Cent, bisher 46 Cent. Knapp 1,2 Millionen Euro an Überschüssen, die sich 2010 ergeben hatten, werden ebenfalls 2012 an die Mitglieder ausgeschüttet.

Die „sehr gute Entwicklung“ des Verbands würdigte bei der Entlastung der Geschäftsführung Herr Harry Brunnet. Der Bürgermeister aus der Gemeinde Hardthausen betonte die gestiegene Wirtschaftlichkeit, die „nachhaltig verbesserte Prozessorientierung“ und das künftig noch stärkere Eingehen auf Kundenwünsche.

Stadt Mühlacker - neues Mitglied

Erfreulich ist, dass mit der Stadt Mühlacker wieder ein neues Mitglied in den Zweckverband aufgenommen werden konnte. Die Stadt Mühlacker mit über 25.000 Einwohnern aus dem Enzkreis, war bisher schon Vertragskunde. Damit erhöht sich die Zahl der ordentlichen Verbandsmitglieder auf 330.

Mitgliedergewinnung Süd

Zur Stärkung von KIVBF im heißumkämpften Markt kommunaler IT-Anbieter sind gesellschaftsrechtliche und organisatorische Veränderungen erforderlich, führte Geschäftsführer Schmitt weiter aus. Konzentration auf das Kerngeschäft, Erweiterung von Mitbestimmungsmöglichkeiten und die Herstellung der sogenannten Inhousefähigkeit sind zentrale Anliegen, die durch diese Maßnahmen realisiert werden sollen. Ein  Hauptaugenmerk legt der Verband dabei auf die Mitgliedergewinnung in der Region Süd, in der die Kommunen derzeit nur indirekt über ihre jeweiligen Kreise bedient werden. Aber auch die gemeinsame Entwicklung der KRBF GmbH in Kooperation mit kommunalen Energieversorgern stehe auf der Agenda in 2012. Die Verbandsversammlung fasste Grundsatzbeschlüsse zu Fragen des Eigenkapitals, Stimmrechten, Sitzverteilung und Umlagenerhebung.

Claudia Kleinert – Referentin zum Thema Klima und Wetter

Vom Verbandsvorsitzenden Helmut Himmelsbach charmant als „Wetterfee“ und erste weibliche Gastrednerin begrüßt, referierte Claudia Kleinert über das Thema „Die Wettermacher – Machen wir unser Wetter selbst?“.


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